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A
Abwertung einer
Währung
Eine
Abwertung einer Währung liegt vor, wenn sich ihr Außenwert verschlechtert.
Bei Preisnotierung der Wechselkurse (wie sie in Deutschland üblich ist)
bedeutet eine Abwertung der DM bzw. des EURO gegenüber einer Auslandswährung,
dass der Wechselkurs steigt. (siehe auch Aufwertung einer
Währung, Wechselkurs)
Agio
siehe Prämie
Aktie
Teilhaberpapier,
das dem Eigentümer ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft. An
deutschen Börsen werden Stamm- und Vorzugsaktien gehandelt. Man unterscheidet
zwischen sogenannten Namens-, Inhaber- und Stückaktien.
Aktienanalyse
Die
Aktienanalyse hat die Bewertung von Aktien zum Ziel, sie dient als
Informationsgrundlage für den Kauf bzw. Verkauf von Aktien. Die wichtigsten
Analysemethoden sind die traditionelle Fundamentalanalyse, die Bewertung im
Portfoliokontext und die technische Analyse.
Aktienfonds
Fonds, die
ihre Mittel hauptsächlich in Aktien anlegen. Grundsätzlich können Aktienfonds
alle Aktien erwerben, die an den amtlichen Börsen, am geregelten Markt oder
an anderen organisierten Märkten des In- und Auslands gehandelt werden.
Einschränkungen bzw. Spezialisierungen auf bestimmte Aktienmarktsegmente oder
-gruppen (zum Beispiel Branchenfonds) ergeben sich aus den jeweiligen
Anlagegrundsätzen.
Aktiengesellschaft
Unternehmen,
dessen Grundkapital aus Aktien besteht (hinter dem Namen steht der Zusatz
AG). Bei der Rechtsform einer Aktiengesellschaft haften die Aktionäre nur mit
ihrer Einlage, dem Nennwert ihrer Aktie.
Aktienindex
Eine
Kennzahl, die die Entwicklung eines aus unterschiedlichen - meist gewichteten
- Aktien bestehenden Portfolios wiedergibt. Unterschieden werden
Aktienkursindizes, sie geben die reine Kursentwicklung des abgebildeten
Aktienkorbes an, und Aktienperformanceindizes, die zur Bestimmung der
Wertentwicklung des abgebildeten Aktienkorbes herangezogen werden und daher
dividenden- und bezugsrechtsbereinigt sind.
Aktienmarkt
Allgemeine
Bezeichnung für sämtliche Organisationsformen des Aktienhandels. Der
Aktienhandel findet börslich (Kassamarkt) oder außerbörslich (Telefonhandel und XETRA-Handel)
statt. Der börsliche Kassamarkt in Deutschland
teilt sich in drei Marktsegmente: Amtlicher Handel, Geregelter Markt,
Freiverkehr.
Aktives
Portfoliomanagement
Bei aktivem Portfoliomanagement
wird versucht, ein Portfolio so zusammenzustellen, dass eine bessere
Performance als ein adäquater Vergleichsmaßstab (Benchmarkportfolio)
erzielt wird. Die Anlagestrategie basiert dabei in der Regel auf einer
Analyse und Prognose der Wertpapierkurse (Aktien- und Rentenwerte) und der
Wertpapiermarktentwicklung.
Am Geld
Der
Ausübungspreis des Optionsscheines entspricht dem Kurs des Basiswertes.
Amerikanische Option
Option, die jederzeit
während der Laufzeit
ausgeübt werden kann.
Amtlicher Handel
In ihm findet
der Handel in Wertpapieren, die von der Zulassungsstelle der Börse zur
Kursfeststellung durch amtlich bestellte und vereidigte Kursmakler zugelassen
worden sind, statt. In der Hierarchie der Börsensegmente steht der amtliche
Handel an oberster Stelle. (siehe auch Aktienmarkt)
Anlagegrenzen
Höchstgrenzen
für die Anlage der Fondsmittel in einem Wertpapier bzw. einer Anlagegattung
(zum Beispiel einzelne Aktienwerte oder Kassenbestand). Damit wird dem
Prinzip der Risikomischung Rechnung getragen. Die Grenzen sind im Gesetz über
Kapitalanlagegesellschaften, dem KAGG, verankert.
Anteilschein
Ein
Fondsanteilschein ist ein verbriefter anteiliger Anspruch des Anlegers
gegenüber der Fondsleitung am Vermögen und Ertrag des jeweiligen Fonds.
Anteilswert
Summe der
Vermögensgegenstände des jeweiligen Fonds dividiert durch die Anzahl aller
emittierten Fondsanteile.
Arbitrage
Das Ausnutzen
von temporären Preisdifferenzen gleicher oder eng verwandter Wertpapiere an
unterschiedlichen Börsenplätzen und/oder zu unterschiedlichen Zeiten. Dies
geschieht durch den gleichzeitigen Kauf des Wertpapiers zu dem niedrigeren
Preis und Verkauf zu dem höheren Preis, so dass ein risikoloser Gewinn
resultiert. Arbitrage führt zur Angleichung von Preisen. Vollkommen
effiziente Märkte sind arbitragefrei, d.h. sie bieten keine Möglichkeit der
Arbitrage.
Ask
Verkaufsgebot,
d.h. das Gebot, ein Wertpapier zu einem bestimmten Preis zu verkaufen
Asset Allocation
Asset Allocation bezeichnet die
Aufteilung eines Anlagevermögens auf verschiedene Vermögensgattungen bzw.
-sektoren. Als Vermögensgattungen lassen sich Aktien, festverzinsliche
Wertpapiere, Immobilien, usw. unterscheiden. Als Sektoren können
beispielsweise bei Aktien die verschiedenen Branchen genannt werden. Die
Auswahl des einzelnen Titels innerhalb einer Assetklasse
bzw. eines Sektors wird normalerweise nicht zum Asset
Allocation-Prozeß hinzugerechnet.
Asset Class
Vermögenskategorie
bzw. -gattung. Unter einer Asset Class wird eine weit definierte Kategorie finanzieller
Aktiva verstanden, wie zum Beispiel Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder
Immobilien. (siehe auch Asset Allocation)
Asset Management
Vermögensverwaltung
At the money
siehe Am Geld
ATX
Der Austrian
Traded Aktienindex ist ein nach Marktkapitalisierung
gewichteter Kursindex, der von der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) berechnet und veröffentlicht wird.
Der ATX setzt sich aus bis zu 30 Fließhandelswerten der Wiener Börse
zusammen. Die Werte des ATX beinhalten etwa 80% der Börsenkapitalisierung
aller an der Wiener Börse gehandelten Aktien. Dividendenzahlungen führen zu
einem absoluten Rückgang des ATX. Anpassungen der Zusammensetzung und
Gewichtung lassen den Indexwert unverändert.
Aufgeld
siehe Prämie
Aufwertung einer
Währung
Eine
Aufwertung einer Währung liegt vor, wenn sich ihr Außenwert verbessert hat.
Bei Preisnotierung der Wechselkurse (wie sie in Deutschland üblich ist)
bedeutet eine Aufwertung der DM bzw. des EURO gegenüber einer Auslandswährung,
dass der Wechselkurs gefallen ist. (siehe auch Abwertung einer
Währung, Wechselkurs)
Aus dem Geld
Der Ausübungspreis
des Optionsscheines liegt im Falle eines Calls über, beim Put
unter dem Kurs des Basiswertes.
Ausgabeaufschlag
Aufschlag
beim Kauf von Fondsanteilen auf den Anteilswert. Durch den Aufschlag sollen
sämtliche mit der Ausgabe von Fondsanteilen verbundenen Kosten der
Investmentgesellschaft abgedeckt werden.
Ausgabepreis
Anteilswert
zuzüglich Ausgabeaufschlag. (siehe auch Ausgabeaufschlag)
Außerbörslicher Handel
Direkte Abwicklung eines
Wertpapiergeschäfts zwischen zwei Parteien ohne Einschaltung einer Börse. Für
den Optionsscheinhandel bedeutet das, auch außerhalb der Börsenzeiten von Kursbewegungen
profitieren zu können. Beispielsweise die Optionsscheine der CITIBANK werden
bis 22:00 Uhr gehandelt.
Ausübung
Wahrnehmung des im
Optionsschein verbrieften Rechtes durch den Optionsscheininhaber.
Ausübungsfrist
Zeitspanne, innerhalb der
das Optionsrecht ausgeübt werden kann. Nach dem Ablauf der Ausübungsfrist ist
der Optionsschein wertlos.
Ausübungspreis
Preis, der bei der Ausübung
des Optionsscheines für die Berechnung des Barausgleiches verwendet wird. Bei effektiver Lieferung handelt es sich um den Preis, zu dem der Basiswert bezogen (Call) bzw. verkauft (Put) werden
kann. Der Ausübungspreis wird alternativ auch als Basiskurs, Basispreis,
Bezugspreis, Exercise oder Strike
Price bezeichnet.
Automatische Ausübung
Der Optionsscheininhaber
erhält (falls dies in den Optionsscheinbedingungen des jeweiligen Emittenten
vorgesehen ist) ohne eigenes Zutun vom Emittenten am Verfallsdatum den inneren Wert des Optionsscheines gutgeschrieben.
B
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Baisse
Länger
anhaltender, starker Kursrückgang an der Börse (wird auch als Bear Market bezeichnet). (siehe auch Hausse)
Bandbreiten-Optionsschein
Optionsschein, bei dem
der Besitzer für jeden Stichtag, zu dem sich der aktuelle Kurs des Basiswertes innerhalb einer bestimmten Bandbreite
befindet, einen fest definierten Betrag erhält.
Barausgleich
Der Basiswert wird
nicht effektiv an den Optionsscheininhaber geliefert, sondern er erhält die
Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem maßgeblichen Kurs für das
Basisinstrument. Der Barausgleich ist für den
Optionsscheininhaber wesentlich bequemer als die effektive Lieferung, da er
nicht den Kaufpreis für die vereinbarte Menge des Basiswertes zu entrichten
braucht (Call)
bzw. die vom Optionsscheinverkäufer zu liefernde Menge des Basiswertes nicht
übernehmen muß (Put).
Basispreis
siehe Ausübungspreis
Basiswert
Finanzinstrument, auf das
sich der Optionsschein bezieht (Underlying). Das
können zum Beispiel Wechselkursrelationen (Währungen), Indizes, Aktien oder
Anleihen sein.
Bear Market
siehe Baisse
Belegschaftsaktie
Viele
Aktiengesellschaften in Deutschland verkaufen eigene Anteile zu einem
deutlich günstigeren Preis an Ihre Mitarbeiter als an die Börse. Diese
Maßnahme bindet das Personal an die Firma und motiviert zu besseren
Leistungen. In Deutschland gibt es mehr als eine Million
Belegschaftsaktionäre.
Benchmarkportfolio
Das Benchmarkportfolio ist das Vergleichsportfolio, mit dem
die Performance eines individuell zusammengestellten Portfolios verglichen
wird. Häufig werden hierfür Aktien- oder Rentenindizes herangezogen. (siehe
auch Aktienindex)
Beta
Der
Beta-Faktor gibt die prozentuale Veränderung eines Wertpapiers oder eines
Portfolios in bezug auf das ein
Marktportfolio, also auf Realisationen des systematischen Risikos, an. Ein
"ß von 1,2" bedeutet beispielsweise, dass das betrachtete
Wertpapier um 1,2% steigt, wenn der Marktindex um 1% steigt. Mathematisch ist
der ß-Faktor der Wert aus der Kovarianz des
Wertpapiers mit dem (Markt)portfolio dividiert
durch die Varianz des (Markt)portfolios. Da die
ß-Faktoren in der Regel mit Hilfe vergangener Daten ermittelt werden, kann
die tatsächliche relative Veränderung des Wertpapiers zum Marktportfolio vom
berechneten historischen ß-Faktor abweichen.
Bezugspreis
siehe Ausübungspreis
Bezugsrecht
Wenn eine AG ihr Kapital
erhöht, gibt sie neue Aktien aus. Die bisherigen Aktionäre erhalten dafür ein
Bezugsrecht. Das können Sie ausüben oder verkaufen.
Bezugsverhältnis
Menge des Basiswertes,
auf die sich ein Optionsschein bezieht. Das Bezugsverhältnis ist je nach
Basiswert unterschiedlich. Optionsscheine auf den US-Dollar beziehen sich
meist auf US$ 100. DAX-Optionsscheine kontrollieren hingegen lediglich 1/100
DAX.
Bid
siehe Geldkurs
Black Scholes Modell
Eines der bekanntesten
mathematischen Rechenmodelle zur Ermittlung des Optionsscheinpreises.
Blue Chip
Angelsächsischer
Begriff für Aktien substanz- und ertragsstarker Unternehmen mit einer
besonders hohen Börsenkapitalisierung und einem dementsprechenden
Marktgewicht.
Bonus
Zusätzliche Ausschüttung
der AG an die Aktionäre neben der regulären Dividende. Grund für einen Bonus
kann etwa ein Firmenjubiläum oder ein einmaliger Sondergewinn des
Unternehmens sein.
Bonds
Angelsächsischer
Begriff für festverzinsliche Wertpapiere bzw. Schuldverschreibungen.
Börse
Die Börse ist
der Handelsplatz für vertretbare Güter. Je nach Handelsobjekt werden
Wertpapierbörsen (Handel mit Aktien und festverzinslichen Wertpapieren),
Devisenbörsen (Handel mit Devisen) und Waren(termin)börsen unterschieden.
Börsencrash
Plötzlicher
Börseneinbruch, der sich in drastischen Kursrückgängen auf breiter Front an
den betroffenen Wertpapierbörsen ausdrückt und mit entsprechenden Verlusten
der Anleger einhergeht. Aufgrund der hohen internationalen
Kapitalmarktverflechtungen führt heutzutage ein Börsen-Crash an einer der
bedeutenden Weltbörsen meist auch zu Börseneinbrüchen an anderen Weltbörsen
(Dominoeffekt).
Börsenkapitalisierung
Börsenwert
einer Aktiengesellschaft, d.h. Aktienkurs multipliziert Anzahl der
emittierten Aktien.
Börsenplatz
Ort der Wertpapierbörse.
Der wichtigste Börsenplatz ist New York Stock Exchange an der Wall Street.
Danach folgen London und Tokio. In Deutschland gibt es acht Börsenplätze:
Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin, München, Bremen, Hamburg, Hannover.
Es gibt auch Börsenplätze, die nicht ortsgebunden sind und zwar die
elektronischen Börsen wie etwa XETRA oder DTB (Deutsche Terminbörse), da hier
prinzipiell von jedem Ort der Welt über Terminals gehandelt werden kann.
Börsensegmente
siehe Aktienmarkt, Amtlicher Handel,
Geregelter Markt und Freiverkehr
BOSS
Das Börsen-Order-Service-System BOSS dient der elektronischen
Unterstützung des Parketthandels. Mit Hilfe von BOSS lassen sich
Börsenaufträge elektronisch sammeln und bearbeiten.
Branchen-Index
Der
Branchen-Index ist eine Kennzahl, die den Wertverlauf eines in einem
bestimmten Wirtschaftszweig (zum Beispiel Bau, Elektro
usw.) investierten Aktienportfolios widerspiegelt. (siehe auch Aktienindex, Branchenanalyse)
Branchenanalyse
Bei der Branchenanalyse
findet eine Begutachtung der wirtschaftlichen Perspektive einer bestimmten
Unternehmenssparte bzw. einer Wirtschaftsbranche statt. Eine übliche
Brancheneinteilung der deutschen Aktien ist: Automobile, Bau, Chemie,
Beteiligungen, Elektroindustrie, Brauereien, Hypothekenbanken, Kreditbanken,
Verkehr, Maschinenbau, Papierindustrie, Versorger, Eisen- und Stahlindustrie,
Textilindustrie, Versicherungen, Konsum. Wichtige Elemente der
Branchenanalyse sind die Bestimmung der Stabilität der Branche, ihre Stellung
im Konjunkturzyklus, Konkurrenzdruck, Abhängigkeit von anderen Ländern,
technologische und strukturelle Veränderungen. Wichtige Indikatoren für die
Konjunktur und Brancheneinschätzung sind die makroökonomischen Größen
Auftragseingänge, Geschäfts- und Konsumklimaindex.
Break Even
siehe Gewinnschwelle
Briefkurs
Preis, zu dem der
Emittent oder Börsenmakler bereit ist, einen Optionsschein zu verkaufen.
Bruttoinlandsprodukt
Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist definiert als der Geldwert aller
volkswirtschaftlichen Endprodukte (Waren und Dienstleistungen), die in einem
Land in einem Zeitraum (zum Beispiel einem Jahr) hergestellt worden sind
(Inlandskonzept). Das Bruttoinlandsprodukt entsteht durch die Leistungen der
verschiedenen Wirtschaftsbranchen und teilt sich auf der Verwendungsseite auf
die Teilaggregate privater Konsum, Staatskonsum, private und staatliche
Investitionen sowie Außenbeitrag (= Exporte - Importe) auf. Es dient als
Messgröße für die wirtschaftliche Gesamtleistung eines Landes. Das ebenfalls
als Kenngröße für die gesamtwirtschaftliche Leistung häufig herangezogene
Bruttosozialprodukt (BSP) ist dem Bruttoinlandsprodukt sehr ähnlich, erfasst
jedoch nicht das Inlandsprodukt, sondern das Inländerprodukt, d.h. die
Einkommen der Inländer im In- und Ausland.
Bruttosozialprodukt
siehe Bruttoinlandsprodukt
Bull Market
siehe Hausse
C
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CAC 40
Der CAC 40 Aktienindex
ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index, der aufgrund der Aktien
von 40 verschiedenen Unternehmen, deren Aktien etwa 50% der
Börsenkapitalisierung aller an der Côte Officielle
der Pariser Börse geführten französischen Aktien ausmachen, errechnet wird.
Anpassungen der Zusammensetzung und Gewichtung lassen den Indexwert
unverändert.
Call
Ein Call (Kaufoption) gewährt dem Optionsscheinkäufer das
Recht, einen bestimmten Basiswert in einer
bestimmten Menge zu einem im voraus festgelegten
Ausübungspreis bis oder zu einem bestimmten Termin zu erwerben. Die meisten
Optionsscheine sehen keine effektive Lieferung des Basiswertes, sondern den Barausgleich vor. Die Ausübung eines Calls
macht nur dann wirtschaftlich Sinn, wenn der aktuelle Preis für den Basiswert
über dem Ausübungspreis liegt. Der Verkäufer eines Calls
erwartet sinkende Kurse des Basiswertes, der Käufer dagegen steigende Kurse.
Candlestick-Charts
Die nach
ihrem kerzenähnlichen Aussehen benannten Candlestick-Charts
haben ihren Ursprung in Japan und wurden der Überlieferung nach von Munehisa Homma, einem
legendären Reisehändler des 18. Jahrhunderts entwickelt. Analog zu den im
Westen entwickelten Verfahren technischer Analyse von Kursverläufen soll es
dem Anwender durch das Erkennen bestimmter charakteristischer Figuren möglich
sein, Rückschlüsse auf die zukünftige Kursentwicklung zu ziehen. Insbesondere
in Japan sind die Candlestick-Charts nach wie vor
populär.
Cap
Ein Cap gibt die
Obergrenze an, bis zu der ein Call-Optionsscheininhaber an der Differenz zwischen
Ausübungspreis und aktuellem Kurs für den Basiswert partizipiert.
Cash
Settlement
siehe Barausgleich
Cash-Flow
Der Cash-Flow (Kassenzufluß) ist der Nettozufluß
an liquiden Mitteln, d.h. bare Erträge minus bare Aufwendungen. In der Praxis
wird der Cash-Flow meist indirekt mit Hilfe des
Jahresüberschusses, den Abschreibungen und den Veränderungen der
langfristigen Rückstellungen ermittelt. Das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis
(je niedriger desto besser) ist eine der bevorzugten Kennzahlen zur
Beurteilung von Unternehmen im Zeitablauf oder beim Vergleich von Unternehmen
einer Branche.
CBT bzw. CBOT
Chicago
Board of Trade (größte Terminbörse der Welt in Chicago). Dort werden unter
anderem auch Optionen auf Rohstoffe gehandelt.
Charts
Grafiken, die vergangene Kursverläufe und
Umsatzentwicklungen von Wertpapieren abbilden oder aus diesen abgeleitet
werden. Charts werden bei der technischen Analyse zur Beurteilung
gegenwärtiger und zur Prognose zukünftiger Wertpapierkurse herangezogen.
citi CATS-OS
Elektronisches,
von der CITIBANK entwickeltes außerbörsliches
Handelssystem. Angeschlossene Banken können direkt mit der CITIBANK per
Computer handeln. Die Bank erhält sofort eine Bestätigung mit allen
Einzelheiten der Transaktion zur Weitergabe an den Kunden. Zeitverzögerungen,
wie sie beim Börsenhandel systembedingt vorgegeben sind, entfallen.
Computerbörse
Wertpapierhandel zwischen Marktteilnehmern, die über
Bildschirme und Netzwerke zur Datenfernübertragung miteinander in Verbindung
treten. Der Handel findet hierbei somit nicht durch gegenseitigen Zuruf auf
dem Börsenparkett statt wie es beim traditionellen Wertpapierhandel an der
Präsenzbörse üblich ist.
Cost-Average-Effekt
Bei der regelmäßigen Anlage gleich hoher Beträge werden
in Zeiten hoher Ausgabekurse von Fondsanteilen weniger und in Zeiten
niedriger Ausgabekurse mehr Anteile erworben. Dadurch verringert sich der
Durchschnittspreis gegenüber dem Kauf einer gleichbleibenden Anzahl.
Courtage
Die
amtlichen Kursmakler (in der Regel freiberufliche Handelsmakler) erhalten für
ihre Vermittlung von Wertpapiergeschäften eine Maklergebühr, die Courtage.
Sie beträgt einen bestimmten Prozentsatz vom Umsatz.
Covered Warrant
Optionsscheine
auf Aktien, die zumeist nicht von der jeweiligen Aktiengesellschaft selbst, sondern
von einem Emissionshaus begeben werden. Der Emittent sichert
sich dadurch ab, dass er entweder ein Recht auf Lieferung der Aktien oder
aber die Aktien selbst erworben hat. Bei einer Ausübung von Covered Warrants bleibt das Eigenkapital der Gesellschaft
unverändert.
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DAX
Der
Deutsche Aktienindex (DAX) ist ein grundkapitalgewichteter Performance-Index,
der auf 30 deutschen Standardwerten (Blue Chips) beruht. Der DAX ist um
Dividendenzahlungen und Bezugsrechtsgewährungen bereinigt. Gemessen am
Börsenumsatz macht der Handel in den DAX-Aktien etwa 75 Prozent des deutschen
Aktienhandels aus. Der DAX wird minütlich berechnet
und publiziert. Man unterscheidet zwischen dem DAX, der im Rahmen des
Frankfurter Präsenzhandels ermittelt wird und dem XETRA-DAX (vorher
IBIS-DAX).
Delta
Das Delta gibt
an, um welchen Wert sich der Wert eines Optionsscheines verändert, wenn sich
der Kurs des Basiswertes um eine Einheit verändert und alle anderen
Einflussfaktoren unverändert bleiben. Für Calls
kann das Delta einen Wert zwischen 0 und 1 haben, bei Puts
liegt das Delta zwischen 0 und -1. Das negative Vorzeichen resultiert daher,
dass der Wert eines Put-Optionsscheines bei einem
Anstieg des Preises für den Basiswert sinken muss. In Prozent ausgedrückt
spiegelt das Delta die erwartete Wahrscheinlichkeit wider, dass der Optionsschein
am Verfallsdatum über einen inneren Wert verfügen wird. Es liegt dann
zwischen 0% und 100%.
Depot
Bankkonto,
auf dem Käufe und Verkäufe von Wertpapieren verbucht werden. Der Depotauszug
gibt Auskunft über den Wert aller Anlagen des Depots. Für die Verwaltung
werden von den Banken jährlich Gebühren erhoben.
Depotbank
Die Depotbank
eines Investmentfonds verwaltet das Fondsvermögen auf einem Depotsperrkonto.
Die Depotbank dient damit dem Schutz aller Anleger, da sie gesetzlich
verpflichtet ist, nur im Interesse der Anteilinhaber zu handeln. Sie wacht
auch darüber, dass nur gesetzlich zulässige Geschäfte getätigt und vollzogen
werden.
Differenzausgleich
siehe Barausgleich
Diskontsatz
Zinssatz, zu dem die Bundesbank bzw. die Europäische
Zentralbank rediskontfähige Wechsel (gute
Handelswechsel mit drei als zahlungsfähig bekannten Verpflichteten und mit
Fälligkeit innerhalb von drei Monaten) von Geschäftsbanken gegen
Zentralbankgeld ankauft.
Diversifikation
Im Bereich der Kapitalanlage bezeichnet Diversifikation
die Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagegattungen bzw. -werte. Die
Grundidee der Diversifikation läßt sich mit der
Bauernregel "Lege nicht alle Eier in einen Korb" umschreiben. Ziel der
Diversifikation ist dabei eine Portfoliozusammenstellung, bei der sich die
Risiken der einzelnen Vermögensgegenstände so kompensieren, dass das
unsystematische Risiko eliminiert wird.
Dividende
Die Dividende stellt den Gewinnanteil dar, der pro Aktie
in Deutschland in der Regel einmal jährlich ausgeschüttet wird. Die
Dividendenausschüttung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die
Dividende wird wie folgt berechnet: Gewinn der Aktiengesellschaft / Anzahl
der Aktien.
Dow Jones Index
Aktienindex der New Yorker Börse, der sich aus drei
verschiedenen Subindices zusammensetzt. Der bekannteste Subindex ist der Dow-Jones-Industrial, der sich aus Kursen von 30
amerikanischen Industrieunternehmen errechnet (Abkürzung DJIA). Die beiden
anderen Indizes sind Dow Jones Transport und Dow Jones Versorger.
DTB
Deutsche
Terminbörse. Voll elektronisches Handelssystem für Optionen und Futures, bei
dem der Handel völlig unabhängig vom Ort über Terminals erfolgt. Seit Juni
1998 heißt die DTB EUREX.
DTB Bobl Future
An der
Deutschen Terminbörse (DTB) gehandelte Bundesobligationen ("Bobls")-Future-Kontrakte
stellen Vereinbarungen dar, zu einem festgelegten Zeitpunkt, dem sogenannten
Liefertag, nominal DM 250.000, einer fiktiven mittelfristigen
Schuldverschreibung der Bundesrepublik Deutschland oder der Treuhandanstalt
mit einem Kupon von 6% und einer Laufzeit von 3 1/2 bis 5 Jahren zu liefern
(Verkäufer) bzw. abzunehmen (Käufer). Gehandelt werden gleichzeitig jeweils
drei Bobl-Future-Kontrakte mit den nächsten
Fälligkeiten in den Monaten März, Juni, September oder Dezember. Die
Kursnotiz lautet in Prozent bezogen auf DM 100 nominal.
Durch die
Umstellung von DEM auf Euro ist die letzte handelbare Fälligkeit März 1999.
Duration
Die Duration gibt die mittlere Restlaufzeit
eines Wertpapiers an und stellt damit eine Kennzahl für die durchschnittliche
Bindungsdauer eines festverzinslichen Wertpapiers dar. Sie ist das gewogene
arithmetische Mittel aller auf den heutigen Zeitpunkt abdiskontierten künftigen
Zahlungen. Sie ist eine relativ zuverlässiger Indikator für die
Zinssensitivität eines Wertpapiers, wobei grundsätzlich gilt: Je höher die Duration, desto stärker reagiert der Kurs des
festverzinslichen Wertpapiers auf Zinsveränderungen.
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EASDAQ
European
Association of Securities Dealers Automated Quotations -
elektronische europäische Börse für Wachstumswerte nach dem Vorbild der
US-Börse NASDAQ.
Effekten
Andere
Bezeichnung für Wertpapiere (Aktien, Optionsscheine, Fonds-Anteile).
Effektive
Lieferung
Erfüllung der Rechte/Verpflichtungen aus einem Optionsscheingeschäft
durch tatsächliche Lieferung des Basiswertes gegen Zahlung des
Ausübungspreises.
Elastizität
Der Hebel wird mit
dem Delta multipliziert.
Daraus ergibt sich die Kennzahl für die prozentuale Veränderung des
Optionsscheinkurses bei einer prozentualen Veränderung des Basiswertes.
Elliott-Wellen
Dieses nach seinem Erfinder R.N. Elliott benannte Verfahren technischer
Analyse basiert auf der Hypothese, Aktienkurse bewegten sich in immer
wiederkehrenden Wellenformationen. Durch die Kenntnis dieses Musters ist es
nach Ansicht der Anhänger der
Elliott-Wellen-Prinzips dementsprechend möglich, die Zukunft zu
prognostizieren. Dieses Verfahren tendiert dazu, sehr drastische Prognosen zu
liefern. So prognostizierten seine Anhänger 1990 einen Absturz des Dow-Jones-Index auf unter 400 Punkte.
Emittent
Derjenige
(meistens eine Bank bzw. Wertpapierhaus), der den Optionsschein begibt und
Schuldner für die im Wertpapier verbrieften Rechte ist.
EUREX
Deutsche
Terminbörse (EUREX gilt ab Juni 1998 als offizielle Bezeichnung).
Europäische
Option
Option, die
nur zum Ende der Laufzeit am Verfallsdatum
ausgeübt werden kann.
Exercise Price
siehe Ausübungspreis
Exotische Optionsscheine
Optionsscheine,
die durch nicht standardisierte Ausstattungsmerkmale gekennzeichnet sind, zum
Beispiel ungewöhnliche Verfahren für die Berechnung oder Festlegung des Ausübungspreises,
Kombination von Caps und Floors,
Bandbreiten etc. Exotische Optionsscheine lassen sich mit den üblichen
mathematischen Kennzahlen nur schlecht bewerten.
Expiration
siehe Verfall
A
b
c
d
e
f
G
h
i
k
l
m
n
o
p
r
S
t
u
V
w
x
z
Fair Value
siehe Fairer
Preis
Fairer Preis
Mit Hilfe
von Optionsscheinpreismodellen lässt sich der theoretische Preis von
Optionsscheinen ermitteln. Die Modelle beruhen teilweise auf
"heroischen" Annahmen. Trotzdem wird der "Fair Value" häufig in Fachzeitschriften als wichtiges
Kaufentscheidungskriterium verwendet. Liegt der Preis eines Optionsscheines
unter seinem fairen Preis, so gilt der Schein als unterbewertet, liegt er
darüber, ist der Schein überbewertet.
Feste
Wechselkurse
Bei festen bzw. fixen Wechselkursen müssen die
Zentralbanken Überschussangebote oder -nachfragen auf dem Devisenmarkt bei
dem vereinbarten festen Wechselkurs durch Kauf oder Verkauf von Devisen
auffangen. Die Notenbanken sind somit verpflichtet, Devisen zu dem gesetzlich
bzw. vertraglich fixierten Wechselkurs in die inländische Währung umzutauschen.
Bei festen Wechselkursen ist eine autonome Stabilitätspolitik ungleich
schwerer als bei flexiblen Wechselkursen, so dass der internationalen,
wirtschaftspolitischen Koordination eine bedeutende Rolle zur
Aufrechterhaltung fester Wechselkurse zukommt. (siehe auch Flexible
Wechselkurse)
Festverzinsliche Wertpapiere
Sie gewährleisten - anders als Aktien - eine
feststehende gleichbleibende Verzinsung. Bedeutende festverzinsliche
Wertpapiere sind Anleihen öffentlich-rechtlicher Körperschaften (Bundes-,
Bahn-, Post-, Länder- und Kommunalanleihen) sowie Schuldverschreibungen von
Industrieunternehmen (Industrieobligationen).
FIBOR
Der FIBOR (Frankfurt Interbank Offered
Rate) ist der Geldmarktzinssatz in Frankfurt, er wird täglich aus den
Zinssätzen für bis zu zwölfmonatigen Geldmarktanlagen bei führenden deutschen
Banken berechnet. (siehe auch Geldmarkt)
Fixing
Einheits-
oder Kassakurs. Der Begriff Fixing wird insbesondere bei Währungskursen
verwendet.
Flexible
Wechselkurse
In einem System flexibler Wechselkurse - sie werden häufig auch als
freie, schwankende oder floatende Wechselkurse bezeichnet - resultiert der
Wechselkurs grundsätzlich aus dem freien Spiel der Kräfte am Devisenmarkt,
d.h. es bildet sich der Wechselkurs, der Angebot und Nachfrage nach den
entsprechenden Währungen zum Ausgleich bringt. (siehe auch Feste
Wechselkurse)
Floating Rate Note
Variabel verzinsliche Anleihen mit zumeist langfristiger
Laufzeit, deren Verzinsung periodisch (zum Beispiel monat- oder
dreimonatlich) der Entwicklung eines Referenzzinssatzes (zum Beispiel dem
LIBOR) angepasst wird. Aufgrund der häufigen Zinsanpassungen unterliegen
variabel verzinsliche Anleihen nahezu keinen Kursschwankungen. (siehe auch LIBOR, FIBOR)
Floor
Ein Floor gibt die Untergrenze an, bis zu der ein Put-Optionsscheininhaber an der
Differenz zwischen Ausübungspreis und
aktuellem Kurs für den Basiswert
partizipiert.
Fonds
Grundsätzlich sind Fonds Geldmittel für bestimmte Zwecke.
Investmentfonds enthalten die von Kapitalanlagegesellschaften mittels Ausgabe
von Anteilscheinen beschafften Mittel, die gemäß den Anlagerichtlinien und im
Interesse der Anteilseigner angelegt werden.
Fondsmanager
Angestellte einer Kapitalanlagegesellschaft, die einen Fonds durch Beobachtung
der Finanzmärkte und Anlage der Fondsmittel zum Beispiel in Aktien, Renten
oder Immobilien verwalten. (siehe auch Fonds)
Forward Kontrakt
Ein Forward Kontrakt ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der den
einen Vertragspartner verpflichtet, den zugrundeliegenden Vertragsgegenstand
(zum Beispiel Aktie oder Devisen) zu dem vereinbarten Preis vom anderen
Vertragspartner zu einem vereinbarten zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen. Im
Unterschied zu Future Kontrakten werden Forward Kontrakte nicht
standardisiert, sondern werden individuell ausgehandelt, sie sind sogenannte
OTC-, d.h. "Over-The-Counter"-Geschäfte.
Freiverkehr
Unterstes, d.h. am wenigsten reguliertes Börsensegment. Im Freiverkehr
werden Wertpapiere gehandelt, die die Anforderungen des amtlichen Handels und
des geregelten Marktes nicht erfüllen, für die aber ein Interesse an einem
transparenten Markt vorliegt. Im Unterschied zu den beiden anderen
Marktsegmenten ist der Freiverkehr nicht im Börsengesetz geregelt und
unterliegt allein der Missbrauchsaufsicht der jeweiligen Börsen.
Fundamentalanalyse
Die Fundamentalanalyse zur Aktienwertbeurteilung basiert auf der
Annahme, dass der Aktienkurs längerfristig durch interne und externe
Unternehmensdaten bestimmt wird, und daher der Aktienkurs um den inneren Wert
(intrinsic value) der
Aktie schwankt. Der innere Wert bestimmt sich dabei aus den aus der Aktie
fließenden (unsicheren) auf den gegenwärtigen Zeitpunkt abgezinsten
Zahlungsströmen. Da diese nicht direkt beobachtbar und prognostizierbar sind,
werden zur Bestimmung des inneren Wertes zum einen unternehmensspezifische
Hilfsgrößen, wie Dividendenzahlungen, Jahresüberschuss, zukünftige
Ertragsaussichten usw. herangezogen. Zum anderen werden auch gesamtwirtschaftliche
Einflüsse, wie Zins- und Geldmengenentwicklung, Wechselkursveränderungen,
Konjunkturentwicklung usw., berücksichtigt.
Future
Standardisiertes
Termingeschäft, das an einer Terminbörse gehandelt wird.
Future Kontrakt
Ein Future Kontrakt ist ein standardisierter und an einer Börse
gehandelter Forward Kontrakt.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Gamma
Das Gamma
misst die Veränderung des Deltas in
Abhängigkeit von Veränderungen des Kurses des Basiswertes um eine
Einheit. Mathematisch gesehen ist Gamma die zweite Ableitung des
Optionsscheinkurses in Abhängigkeit von Preisveränderungen
beim Basiswert. Das Gamma weist den höchsten Wert auf, wenn der
Ausübungspreis "am Geld" ist.
Gearing
siehe Elastizität
Geldkurs
Preis, zu
dem der Emittent oder
Börsenmakler bereit ist, einen Optionsschein zu kaufen.
Geldmarkt
Am Geldmarkt findet der Handel mit Zentralbankgeld und mit
Geldmarktpapieren statt. Ein wesentlicher Bereich ist dabei die kurzfristige
Kreditvergabe der Banken untereinander. Für die im allgemeinen
kurzfristigen Kredite auf dem Geldmarkt werden Geldmarktzinsen berechnet, so
zum Beispiel für Kredite mit einer Laufzeit von einem Tag der Tagesgeldsatz
oder für Kredite mit dreimonatiger Laufzeit der Dreimonatszinssatz. Die
übliche zeitliche Grenzziehung zwischen "Geld-" und
"Kapitalmarkt" ist ein Jahr, so dass Geschäfte mit verbrieften oder
unverbrieften Finanztiteln mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr dem
Geldmarkt, entsprechende Geschäfte mit Restlaufzeiten von über einem Jahr dem
Kapitalmarkt zugerechnet werden.
Geldmarktfonds
Risikoarme Investmentfonds, die ihre Mittel in kurzfristige
Geldmarktwerte (Restlaufzeit weniger als ein Jahr) anlegen. Aufgrund der
kurzen Restlaufzeiten unterliegen Geldmarktfonds so gut wie keinem
Kursrisiko. Sie dienen als Instrument für die kurzfristige Geldanlage, zum
Parken von Geldern oder als Alternative zu Termingeldeinlagen.
Geldmengenziel
Die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank verkündet jeweils für
das Folgejahr ein Geldmengenziel bzw. einen Zielkorridor für das gewünschte
Wachstum der Geldmenge M3. Dieses Ziel orientiert sich im wesentlichen
am Wachstum des Produktionspotentials, an der trendmäßigen Veränderung der
Geldumlaufgeschwindigkeit sowie einem mittelfristig tolerierbaren
Preisanstieg. Theoretischer Hintergrund ist die Vorstellung, dass eine
übermäßige Geldmengenausweitung längerfristig zu einem unerwünschten
Preisniveauanstieg führt. Mit Bekanntgabe und der Einhaltung des
Geldmengenziels versucht die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank ihre
Politik für die Wirtschaftsakteure transparent zu machen und von der
monetären Seite die Voraussetzungen für Preisniveaustabilität zu schaffen.
Gemischte Fonds
Gemischte Fonds legen ihre Mittel sowohl in Aktien als auch in
Rentenpapieren an. Ihr Risikograd ist daher zwischen dem von Aktien- und
Rentenfonds anzusiedeln.
Genussschein
Mischform
zwischen Aktie und festverzinslichem Wertpapier. Besitzer dieser Scheine
haben, anders als Stammaktionäre, kein Stimmrecht. Dafür gibt es in der Regel
einen höheren gesicherten Ertrag als bei Aktien in Form von
Genussscheinausschüttung.
Geregelter Markt
Eine Form des nichtamtlichen Handels in Werten, die am Börsenplatz zur
nichtamtlichen Notierung zugelassen sind. Für die Zulassung zum geregelten
Markt werden geringere Anforderungen an den Emittenten als für die Zulassung
für den amtlichen Handel gestellt; in der Hierarchie der Börsensegmente steht
er somit zwischen dem amtlichen Handel und dem Freiverkehr.
Gewinn je Aktie
Wesentlicher
Bewertungsfaktor im Rahmen der fundamentalen Aktienanalyse. Der Gewinn je
Aktie wird errechnet, indem der Gesamtgewinn des Unternehmens durch die
Anzahl der Aktien geteilt wird.
Gewinnmitnahmen
Verkäufe
von Wertpapieren, die zuvor gestiegen sind, zum Beispiel mitten in einem
Aufwärtstrend. Gewinnmitnahmen werden oft als Erklärung angegeben, wenn
Wertpapiere ohne ersichtlichen Grund im Kurs leicht zurückgehen.
Gewinnschwelle
Preis, den der Basiswert mindestens erreichen muss, damit der
Optionsscheinkäufer keinen Verlust erleidet. Bezogen auf den Verfallstermin
eines Optionsscheines entspricht die Gewinnschwelle beim Call
dem Ausübungspreis zuzüglich dem Optionsscheinpreis.
Im Falle eines Puts wird vom Ausübungspreis der
Preis des Optionsscheines abgezogen.
Gezeichnetes
Kapital
Das
Grundkapital einer Aktiengesellschaft.
Girosammelverwahrung
Die
preiswerteste, sicherste und einfachste Art, Aktien aufbewahren zu lassen.
Die Wertpapiere werden zentral bei einer Wertpapiersammelbank deponiert. Ein
Wertpapier-Sammelverwahrsystem in Luxemburg heißt Cedel.
Gleitender Durchschnitt
Der gleitende Durchschnitt wird als arithmetisches Mittel aus einer
bestimmten Anzahl von Kurswerten der Vergangenheit berechnet. Häufig werden gleitende
Durchschnitte über 200 Tage für Langfristcharts und 90 Tage für
Kurzfristcharts verwendet. Der gleitende Durchschnitt wird herangezogen, um
zwischen zufälligen Schwankungen und anhaltenden Trends unterscheiden zu
können.
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Hauptversammlung
Jährliche
Versammlung der Aktionäre einer AG. Auf der Hauptversammlung wird über
wichtige, grundsätzliche Schritte des Unternehmens, zum Beispiel über die
Verwendung des Bilanzgewinns, über Ausgabe von Gratisaktien oder über die
Neuwahl des Aufsichtsrats entschieden.
Hausse
Länger
anhaltender Kursanstieg an der Börse. Diese Marktsituation wird auch als Bull
Market bezeichnet. (siehe auch Baisse)
Hebel
Aktueller
Preis des Basiswertes
dividiert durch den Preis für einen Optionsschein bezogen auf den Basiswert.
Der Hebel soll ausdrücken, um wieviel der Wert
eines Investment in Optionsscheinen theoretisch stärker steigt (fällt) als
der gleiche Investmentbetrag im Basiswert, wenn der Kurs des Basiswertes um
eine Einheit steigt (fällt). Dieser einfachen Hebelberechnung liegt die
irrige Annahme zugrunde, Optionsscheinpreis und Basiswert veränderten sich um
den gleichen absoluten Betrag. Ein verfeinerter Hebel wird daher so
berechnet, dass der Hebel mit dem Delta
multipliziert wird. Das Ergebnis wird häufig als Elastizität oder Leverage bezeichnet.
Hedging
Absicherung
einer Risikoposition.
HIBOR
HIBOR
(Hongkong Interbank Offered Rate) ist der in
Prozent ausgedrückte Zinssatz, zu dem in Hongkong eine Bank bei einer anderen
Bank einen unbesicherten Kredit mit kurzer Laufzeit
aufnehmen kann.
Historische Volatilität
Erfassung
der historischen Preisschwankungen für einen bestimmten Basiswert.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
IBEX 35
Der IBEX 35
Aktienindex ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Kursindex, der auf
der Basis der 35 liquidesten, fortlaufend
gehandelten spanischen Aktien von der Madrider Börse berechnet wird. In
Abständen von 6 Monaten wird die Zusammensetzung des IBEX 35 überprüft und
angepasst. Dividendenzahlungen führen zu einem absoluten Rückgang des IBEX
35. Anpassungen und Gewichtung lassen den Indexwert
unverändert.
IBIS
Das Integrierte Börsenhandels-
und Informationssystem IBIS war bis November 1997 ein bundesweites
computergestütztes Handelssystem, das den Börsenteilnehmern von 8.30 bis
17.00 Uhr bundesweit den Handel in den DAX-Aktien sowie weiteren
umsatzstarken Aktien und Anleihen erlaubte. Im November 1997 wurde IBIS durch
ein wesentlich moderneres und leistungsfähigeres System Xetra ersetzt.
Im Geld
Der Ausübungspreis des
Optionsscheines liegt unter (Call) bzw. über dem aktuellen Kurs des Basiswertes (Put).
Implizierte
Volatilität
Erwartete,
für die Zukunft geschätzte Volatilität, die der
Verkäufer einer Option bei der Ermittlung des Optionsscheinpreises zugrundelegt.
Immobilienfonds
Immobilienfonds legen die eingezahlten Gelder überwiegend in
Grundstücken und Gebäuden an. Die erwirtschafteten Anlageerfolge der
Immobilienfonds resultieren aus Mieterträgen, Wertsteigerungen der
Grundstücke sowie den Zinseinnahmen der Liquiditätsanlagen (Festgelder usw.).
Interessant sind Immobilienfonds auch wegen ihrer Steuervorteile.
In the money
siehe Im
Geld
Index
Eine Verhältniszahl zur Messung der Veränderung meist im Zeitablauf.
Beispiele sind Aktienindizes und Preisindizes.
Inflation
Prozess anhaltender Preisniveausteigerungen, der zu einer Abnahme der
Kaufkraft des Geldes bzw. des Geldwertes führt. Zur Beurteilung der Kaufkraftveränderung wird die Preisentwicklung des
jeweils relevanten Warenkorbes herangezogen. Für Aussagen über die allgemeine
Inflation in Deutschland wird vor allem die Veränderung des "Preisindex
für die Lebenshaltung eines städtischen 4-Personen-Arbeitnehmer-Haushalts"
herangezogen.
Innerer Wert
Positive
Differenz zwischen dem Kassakurs des Basiswertes und dem Ausübungspreis des
Optionsscheines (Call) bzw.
Ausübungspreis und Kassakurs (Put).
Investmentzertifikate
siehe Anteilschein
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Kapitalerhöhung
Erhöhung
des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft, um beispielsweise Käufe von
anderen Unternehmen zu finanzieren. Bei einer Kapitalerhöhung werden neue
Aktien ausgegeben. Die Aktionäre erhalten in der Regel ein Vorkaufsrecht,
sogenanntes Bezugsrecht, auf die jungen Aktien. Diese werden dann an der
Börse gesondert gehandelt, um sie von den Altaktien zu unterscheiden.
Kassakurs
Aktueller
Kurs des Basiswertes bei
Optionsscheinen. Als Kassakurs wird ebenfalls der an deutschen Börsen für
dort notierte Wertpapiere festgestellte Einheitskurs bezeichnet.
KGV
siehe Kurs-Gewinn-Verhältnis
Korrelation
Die Korrelation ist ein Maß für die gleichgerichtete
Veränderung zweier Größen (zum Beispiel der Wertpapierkurse). Sie entspricht
der auf Werte zwischen -1 und +1 normierten Kovarianz
der betrachteten Größen. Ein Wert von +1 bedeutet einen völligen Gleichlauf,
ein Wert von -1 einen völlig entgegengesetzten
Verlauf und ein Wert von 0 einen unabhängigen Verlauf zweier Größen. Je
ausgeprägter der Gleichlauf zweier Wertpapierkurse, desto weniger eignet sich
eine Kombination dieser Wertpapiere zur Diversifikation bzw. zur Vernichtung
des unsystematischen Risikos.
Korrelationsmatrix
Die Korrelationsmatrix gibt die Korrelationen zwischen
den in ihr aufgeführten Variablen (Wertpapierkursen) an.
Kovarianz
Ein statistisches Maß für den Zusammenhang bzw. den
Gleichlauf zwischen zwei Größen (zum Beispiel Wertpapierkursen). Da die Kovarianz ein nicht normiertes absolutes Maß darstellt,
wird meist die Korrelation zur Beurteilung des Zusammenhanges von
Wertpapierkursen herangezogen.
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) errechnet sich aus dem
Quotienten von aktuellem Kurs und historischem bzw. prognostiziertem Gewinn
je Aktie. Das KGV gibt an, wie viele Jahre lang das momentane Ergebnis je
Aktie erzielt werden muss, um den Börsenkurs zu erzielen.
Kursrisiko
Preisschwankungen an den Wertpapiermärkten, die mit der
Gefahr einhergehen, Wertpapiere unter dem erwarteten Kurs veräußern zu
müssen.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Laufzeit
Die
Zeitspanne, während der das Optionsrecht besteht.
Laufzeitfonds
Laufzeitfonds
sind Fonds mit bereits bei Auflegung fest vereinbartem
Fonds-Auflösungstermin; nach Ablauf der Zeichnungsfrist werden in der Regel
keine weiteren Fondsanteile mehr ausgegeben.
Lebenshaltungspreisindex
Der Preisindex
für die Lebenshaltung dient der Inflationsmessung. Die Berechnung nimmt das
Statistische Bundesamt anhand eines Warenkorbes vor, der rund 750 Waren und
Dienstleistungen umfasst, die in typischen Haushalten häufig bezogen werden.
Alle Preise werden zu einem Durchschnitt zusammengefasst und auf ein
Ausgangsjahr bezogen, dessen Preisniveau mit 100 gleichgesetzt wird. Die Inflationsrate
gibt die prozentuale Veränderung des ermittelten Lebenshaltungskostenindexes
an. Alle fünf Jahre wird der Korb erneuert.
Leitzinsen
Zins (auf
Jahresbasis), zu dem die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank den
Geschäftsbanken Zentralbankgeld leiht. Die wichtigsten Leitzinsen für die
Bundesrepublik sind der Diskontsatz, der Lombardsatz und der Wertpapierpensionssatz. Das Gefüge der
Leitzinssätze bestimmt im wesentlichen den
Geldmarktzinssatz. Zum Diskontsatz kauft die Bundesbank bzw. die Europäische
Zentralbank von Kreditinstituten erstklassig Wechsel (maximale Laufzeit drei
Monate) an. Zum Lombardsatz, der in der Regel um ein bis zwei Prozentpunkte
über dem Diskontsatz liegt, beleiht die Bundesbank bzw. die Europäische
Zentralbank Wertpapiere (maximal Laufzeit der Beleihung drei Monate). Der
Wertpapierpensionssatz wird für befristete Offenmarktgeschäfte mit
unbedingter Rückkaufvereinbarung per Termin in Rechung gestellt. Der
gewöhnlich zwischen dem Diskont- und Lombardsatz liegende
Wertpapierpensionssatz avancierte seit 1985 zum eigentlichen Leitzinssatz, an
dem sich das Niveau der Geldmarktzinsen vornehmlich orientiert.
Leverage
siehe Hebel
LIBOR
LIBOR
(London Interbank Offered Rate) ist der in Prozent
ausgedrückte Zinssatz, zu dem in London eine Bank bei einer anderen Bank
einen unbesicherten Kredit mit kurzer Laufzeit
aufnehmen kann. 6 Monats EURO-LIBOR ist daher der Zinssatz für 6 Monate für EURO-Mittelaufnahmen unter Banken in London.
LIFFE
London
International Financial Futures and Options Exchange (Londoner Terminbörse)
LIFFE BTP Future
An der
London International Financial Futures and Options
Exchange (LIFFE) gehandelte BTP-Future-Kontrakte
stellen Vereinbarungen dar, zu einem festgelegten Zeitpunkt, dem sogenannten
Liefertag, nominal ITL 200.000.000, einer fiktiven langfristigen
Schuldverschreibung der Republik Italien mit einem Kupon von 12% und einer
Laufzeit von acht bis zehneinhalb Jahren zu liefern (Verkäufer) bzw.
abzunehmen (Käufer). Gehandelt werden gleichzeitig jeweils drei Kontrakte mit
den nächsten Fälligkeiten in den Monaten März, Juni, September oder Dezember.
Die Kursnotiz lautet in Prozent bezogen auf ITL 100 nominal.
LIFFE Bund Future
An der
London International Financial Futures and Options
Exchange (LIFFE) gehandelte Bundesanleihe-Future-Kontrakte
stellen Vereinbarungen dar, zu einem festgelegten Zeitpunkt, dem sogenannten
Liefertag, nominal DM 250.000 bzw. entsprechender EURO-Betrag
beim LIFFE EURO Bund Future, einer fiktiven langfristigen Schuldverschreibung
der Bundesrepublik Deutschland oder der Treuhandanstalt mit einem Kupon von
6% und einer Laufzeit von achteinhalb bis zehn Jahren zu liefern (Verkäufer)
bzw. abzunehmen (Käufer). Gehandelt werden gleichzeitig jeweils drei
Kontrakte mit den nächsten Fälligkeiten in den Monaten März, Juni, September
oder Dezember. Die Kursnotiz lautet in Prozent bezogen auf DM 100 bzw. entsprechenden
EURO-Betrag beim LIFFE EURO Bund Future nominal.
LIFFE JGB Future
An der
London International Financial Futures and Options
Exchange (LIFFE) gehandelte Japan Government Bond-Future-Kontrakte beziehen sich auf nominal Yen
100.000.000 einer fiktiven langfristigen Schuldverschreibung Japans mit einem
Kupon von 6%. Gehandelt werden gleichzeitig jeweils zwei Kontrakte mit den
nächsten Fälligkeiten in den Monaten März, Juni, September oder Dezember. Die
Kursnotiz lautet in Prozent bezogen auf Yen 100 nominal. Die bei
Handelsschluss bestehenden offenen Positionen werden am nächsten Handelstag,
dem sogenannten Liefertag, aufgrund des Eröffnungskurses an der Börse in
Tokio (Hajimene) für den entsprechenden, dort
gehandelten JGB-Future-Kontrakt mit dem gleichen
Liefermonat glattgestellt. Aufgrund des Hajimene
ist für die an der LIFFE gehandelten, nicht effektiv lieferbaren JGB-Future-Kontrakte die entsprechende
Kontraktspezifikation aus Tokio, die eine effektiv durch Anleihen Japans mit
7- bis 11-jähriger Laufzeit belieferbare fiktive
Anleihe mit einem Kupon von 6% als Grundlage der betreffenden Kontrakte
festlegt, wirtschaftlich maßgeblich.
Limitierter
Auftrag
Auftrag mit Preislimit. Ein limitierter Kaufauftrag muss zum Preislimit
oder zu einem niedrigeren Kurs ausgeführt werden. Ein limitierter
Verkaufsauftrag muss zum Preislimit oder zu einem höheren Kurs ausgeführt
werden.
Liquidität
Marktsituation,
in der auch große Transaktionen in einem Finanzinstrument abgewickelt werden
können, ohne dass diese den Marktpreis nennenswert beeinflussen. Im
Optionsscheingeschäft wird als Liquiditätsmaßstab regelmäßig die Umsatztiefe
in einem Schein herangezogen.
Lombardsatz
Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank bzw. die Europäische
Zentralbank den Kreditinstituten Zentralbankgeld gegen die Verpfändung von
Wertpapieren anbietet. Der Lombardsatz liegt regelmäßig über den anderen
Leitzinssätzen (Diskont- und Wertpapierpensionssatz), da der Lombardkredit
grundsätzlich nur der kurzfristigen Überbrückung vorübergehender
Liquiditätsengpässe dienen soll. (siehe auch Leitzinsen)
Long-Position
Eine Kaufposition wird als Long-Position bezeichnet, so zum Beispiel
der tatsächliche Bestand an Wertpapieren. (siehe auch Short-Position)
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Market Maker
Im
Optionsscheingeschäft sollte die Rolle des "Market Maker"
vom Emittenten
übernommen werden, der jederzeit für die von ihm begebenen Optionsscheine
enge Geld- und Briefkurse für den
An- und Verkauf der Papiere stellt. Der "Market Maker"
ist also gewissermaßen für die Kurspflege zuständig.
Marktkapitalisierung
Börsenkapitalisierung
(Börsenwert) zum Beispiel einer Aktiengesellschaft.
Marktportfolio
Ein Portfolio bestehend aus allen am Markt vorhandenen Wertpapieren
bzw. Vermögensgegenständen, gewichtet mit ihren Marktwerten. Da ein exaktes
Marktportfolio aufgrund der Vielzahl und sich verändernden
Vermögensanlagemöglichkeiten nicht zu ermitteln ist, wird zur Approximation
des Marktportfolios meist ein breiter Marktindex (wie zum Beispiel der DAX)
als Stellvertreter verwendet.
MIB 30
Der MIB 30
Aktienindex ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Kursindex, der auf
der Basis von jeweils 30 an der Mailänder Börse notierten, italienischen
Aktienwerten berechnet wird. Der Anteil des MIB 30 am gesamten italienischen
Aktienmarkt beträgt ca. 60%. Mit Hilfe eines Auswahlverfahrens
wird zum Beginn jeden Jahres sichergestellt, dass der MIB 30 repräsentativ
für die Aktienwerte an der Mailänder Börse, die über die größte Liquidität
und Marktkapitalisierung verfügen, bleibt. Dividendenzahlungen führen zu
einem absoluten Rückgang des MIB 30. Anpassungen der Zusammensetzung und Gewichtung lassen den Indexwert unverändert.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Namensaktien
Aktien, die
auf den Namen des Besitzers ausgestellt sind. Die Aktiengesellschaft, die
Namensaktien ausgibt, führt ein Register, in dem sämtliche Aktionäre
eingetragen sind.
Nasdaq 100
Der Nasdaq 100 Aktienindex ist ein nach Marktkapitalisierung
gewichteter Kursindex, der von der Nasdaq Stock
Market Inc. seit dem 1. Februar 1985 errechnet und veröffentlicht wird. Dem
Index liegen Stammaktien der 100 größten am Nasdaq
(National Association of Securities Dealers Automated Quotations) National
Market notierten US-amerikanischen Gesellschaften (meistens
Technologiewerte), mit Ausnahme von Finanzinstituten, zugrunde. Der Nasdaq National Market ist ein elektronisches
Handelssystem, dessen Kurse aufgrund von market making ermittelt werden.
Nennwert
Der auf
einer Aktie aufgedruckte Betrag in DM bzw. entsprechend umgerechnet in EURO,
der sich vom Börsenpreis aufgrund der Kursschwankungen deutlich unterscheiden
kann. Eine Aktie kann einen Nennwert von 5 DM, 50 DM oder 500 DM bzw.
entsprechend umgerechneten EURO-Betrag haben. Es
gibt auch Aktien ohne Nennwert, üblich zum Beispiel in den USA (Stückaktien).
Neuer Markt
Ein im März
1997 speziell für Wachstumswerte (mittelständische Aktiengesellschaften mit
besonders hohem Wachstumspotential) eingerichteter
Marktsegment der Frankfurter Wertpapierbörse. Dort sind unter anderem sehr
viele Technologieunternehmen wie MobilCom
(Telekommunikationsbranche), Aixtron
(Elektronikbranche), SCM Microsystems (Softwarebranche) u.a.
vertreten, die bereits sehr stark gewachsen sind, was sich auch in den
Aktienkursen dieser Firmen widerspiegelt. Einige Werte des Neuen Marktes
werden auch an der US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Der Neue Markt weist
besonders hohe Kursschwankungen teilweise bis zu 30-40 % am Tag aufgrund von
vielen unlimitierten Kauf- bzw. Verkaufsaufträgen der Privatanleger auf.
Nikkei 225
Der Nikkei 225 Stock Average ist
ein Durchschnittswert der Aktienkurse von 225 an der First Section der Tokio Stock Exchange notierten
Gesellschaften. Dividendenzahlungen führen zu einem absoluten Rückgang des Nikkei 225. Anpassungen der Zusammensetzung lassen den Nikkei 225 unverändert.
NYBOR
Der NYBOR
(New York Interbank Offered Rate) bezeichnet den
Briefsatz ausgewählter Referenzbanken für Ausleihungen von Drei- und
Sechs-Monats-Termingeldern an erste Adressen im Interbankenhandel. Der NYBOR
hat etwa die gleiche Funktion wie FIBOR bzw. LIBOR.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Obligation
Synonym für
festverzinsliche Wertpapiere.
Offer Price
siehe Briefkurs
Option
Vertragliche
Vereinbarung zwischen zwei Parteien, die dem Käufer das Recht (nicht aber die
Verpflichtung) gewährt, einen bestimmten Basiswert vom
Verkäufer (dem Stillhalter) zu einem festgelegten Ausübungspreis zu einem
bestimmten Zeitpunkt oder während einer vordefinierten Zeitspanne zu
beziehen. Während der Käufer ein Recht erwirbt, übernimmt der Stillhalter
eine Verpflichtung, die Leistung auf Wunsch des Käufers zu erbringen. Der
Käufer bezahlt dem Stillhalter dafür den Optionspreis.
Optionsgeschäft
Bedingtes Termingeschäft. Beim Optionsgeschäft hat der
Käufer einer Option hat das Recht, aber nicht die Pflicht einen Gegenstand
(zum Beispiel Aktie oder Devisen) innerhalb einer bestimmten Frist
(amerikanischer Optionstyp) oder zu einem bestimmten zukunftigen
Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) vom Verkäufer der Option (=Stillhalter)
zum vereinbarten Kurs (=Basispreis) zu Kaufen (=Kaufoption, Call) oder zu verkaufen (=Verkaufsoption, Put). Für dieses Recht muss der Optionskäufer dem
Optionsverkäufer den Optionspreis, der auch Optionsprämie genannt wird,
entrichten.
Optionskontrakt
Im Unterschied
zu Optionsgeschäften sind Optionskontrakte standardisiert und werden an
Börsen gehandelt.
Optionspreis
Preis, der
für den Kauf eines Optionsscheines zu bezahlen ist. Der Preis eines
Optionsscheines wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Die
wichtigsten sind: Laufzeit, Ausübungspreis und Volatilität des Basiswertes.
Optionsrecht
siehe Option
Optionsschein
Als
Wertpapier verbriefte Option.
Basiswerte der Optionsscheine können Aktien, Wechselkursrelationen
(Währungen), Indizes oder Zinsen sein.
OTC
Over the Counter.
Bezeichnung für Optionsgeschäfte, die nicht als Wertpapier verbrieft sind,
sondern deren Konditionen individuell zwischen den Parteien vereinbart
werden.
Ouf of the money
siehe Aus
dem Geld
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Partizipationsschein
Wertpapier,
das Vermögensrechte, nicht aber Mitgliedschaftsrechte an einer
Aktiengesellschaft verkörpert. Partizipationsscheine werden in der Schweiz
als Finanzierungsinstrument verwendet und sind dem deutschen Genussschein
ähnlich.
Performance
Ganz allgemein
ist die Performance eine Messzahl zur Erfolgsbeurteilung der Wertentwicklung
eines Portfolios. Meist wird sie als eine risikoadjustierte Rendite des
Portfolios in bezug auf eine Benchmarkrendite
formuliert: Performance = (Anlagerendite - Benchmarkrendite)
/ Risikomaß.
PIBOR
PIBOR
(Paris Interbank Offered Rate) ist der in Prozent
ausgedrückte Zinssatz, zu dem in Paris eine Bank bei einer anderen Bank einen
unbesicherten Kredit mit kurzer Laufzeit aufnehmen
kann.
Point Value
siehe Bezugsverhältnis
Portfolio
Gesamtheit einer Anlage in Wertpapieren bzw. Vermögensgegenständen.
Prämie
Der Begriff Prämie (auch Optionspreis) wird auch
für den Prozentsatz verwendet, um den der indirekte Erwerb des Basiswertes durch Kauf und Ausübung des
Optionsscheines teurer ist als der unmittelbare Erwerb des Basiswertes.
Primärmarkt
Der Primärmarkt ist der Emissionsmarkt für Wertpapiere, der
Sekundärmarkt ist der Zirkulationsmarkt, auf dem bereits umlaufende
Wertpapiere gehandelt werden. Wertpapierbörsen sind grundsätzlich
Sekundärmärkte.
Put
Ein Put (Verkaufsoption) gewährt dem Käufer das Recht, einen
bestimmten Basiswert in einer
bestimmten Menge zu einem im voraus festgelegten
Ausübungspreis bis oder zu einem bestimmten Termin zu verkaufen. Die meisten
Optionsscheine sehen nicht mehr die effektive Lieferung des Basiswertes,
sondern den Barausgleich vor. Die
Ausübung eines Puts macht nur dann wirtschaftlich
Sinn, wenn der aktuelle Preis für den Basiswert unter dem des Ausübungspreises liegt. Der Verkäufer eines Puts erwartet steigende Kurse des Basiswertes, der Käufer
dagegen sinkende Kurse.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Range Warrants
siehe Bandbreiten-Optionsschein
Rating
Das Rating ist eine
Bonitätseinstufung der Emittenten eines Wertpapiers. Ratingagenturen
beurteilen die Emittenten danach, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ihren
Zins- und Tilgungsleistungen nachkommen können und teilen sie anhand dieses
Kriteriums in Bonitätsrisikoklassen ein. Die Ratings
geben dem Anleger einen Anhaltspunkt über das Bonitätsrisiko einer Anlage.
Die führenden Ratingagenturen sind Moody´s Investors Service (Einteilungssymbole in
absteigender Bonitätsrangfolge: Aaa, Aa1, Aa2 ... Caa, Ca, C) und Standard & Poor´s (Einteilungssymbole: AAA, AA+, AA ... CCC,
CC, C).
Realzins
Nominalzins bereinigt um die Kaufkraftveränderung
des Geldes. Nominalzins minus Inflationsrate der Periode(n), für die der Zins
berechnet wird.
Rendite
In Prozent ausgedrückter, auf Jahresbasis
umgerechneter Ertrag einer Kapitalanlage.
Renten
Wertpapiere, auf die der Emittent im Unterschied zu
Dividendenwerten einen fest vereinbarten Zins zahlt und deren Laufzeit in der
Regel begrenzt ist. Der Zins kann dabei fest (festverzinsliches Wertpapier)
oder variabel (Floating Rate Notes bzw. Floater)
sein. Die bedeutendsten Rentenwerte sind Bankschuldverschreibungen,
Industrieobligationen und Anleihen der öffentlichen Haushalte.
Rentenfonds
Rentenfonds legen das Fondsvermögen ausschließlich
oder überwiegend in fest- oder variabelverzinslichen Wertpapieren mit
unterschiedlichen Laufzeiten an. In der Regel unterliegen sie geringeren
Kursschwankungen als Aktienfonds.
REX
Deutscher Rentenindex. Kursindex der deutschen
Wertpapierbörse, welcher seit 1991 publiziert wird. Der Index ist von seinem
Konzept her ein gewichteter Durchschnittskurs aus synthetischen Anleihen
konstanter Laufzeit. Die Bildung des gewichteten Durchschnittskurses erfolgt
durch die Einbeziehung 30 idealtypischer Anleihen mit ganzzahligen
Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren und je drei Coupontypen (6%, 7,5% und 9%).
Jede der 30 Anleihen wird ihrem Marktanteil entsprechend gewichtet, wobei
sich dieser nach der Anzahl der Emissionen in jeder der 30
Laufzeit-/Couponklassen in den letzten 20 Jahren bemisst. Jährlich erfolgt
die Überprüfung der Gewichtung. Die Grundgesamtheit bilden alle Anleihen,
Obligationen und Schatzanweisungen der Bundesrepublik Deutschland mit fester
Verzinsung und einer Restlaufdauer von mehr als 0,5 Jahren.
REXP
REX-Performanceindex. Performancekomponenten
bilden die Kursveränderungen des REX und die
tägliche Reinvestition des durchschnittlichen
Jahreskupons. In seiner Zusammensetzung entspricht der Index einem
synthetischen Anlageportfolio mit konstanter Laufzeitenstruktur.
Risikoabsicherung
siehe Hedging
Rücknahmepreis
Preis, zu dem die Rücknahme der Investmentzertifikate durch den Fonds
erfolgt. Er entspricht dem Inventarwert des Fondsvermögens dividiert durch
die Anzahl der emittierten Anteile.
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S & P 500
Der
Standard & Poor's 500 Aktienindex ist ein nach
Marktkapitalisierung gewichteter Kursindex, der von der Standard & Poor's Corporation, New York, auf der Basis von ca. 500
an der New York Stock Exchange (NYSE), der American Stock Exchange (AMEX) und
im NASDAQ (National Association of Securities
Dealers Automated Quotations)
gehandelten US-amerikanischen Aktiengesellschaften errechnet wird. Der Anteil
des S & P 500 an der Marktkapitalisierung der NYSE beträgt ca. 80%.
Dividendenzahlungen führen zu einem absoluten Rückgang des S & P 500.
Anpassungen der Zusammensetzung und Gewichtung
lassen den S & P 500 unverändert.
Schlusskurs
Letzter an
einem Handelstag an einer Börse offiziell festgestellter Kurs für einen dort
notierten Wert. Der Schlusskurs für einen Basiswert wird
häufig für die Berechnung des Differenzbetrages bei Barausgleich verwendet.
Sekundärmarkt
Der Sekundärmarkt ist der Zirkulationsmarkt, auf dem
bereits umlaufende Wertpapiere gehandelt werden. Wertpapierbörsen sind
grundsätzlich Sekundärmärkte.
Short-Position
Eine Verkaufsposition wird als Short-Position
bezeichnet.
SMI
Der Swiss
Market Index ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Kursindex, dem 20
bis 24 Aktien sowie Genussscheine Schweizer Unternehmen, die auch von
Ausländern gehalten werden können, zugrunde liegen. Dividendenzahlungen
führen zu einem absoluten Rückgang des SMI. Anpassungen der Zusammensetzung
und Gewichtung lassen den SMI unverändert.
SOFFEX
Schweizer
Terminbörse (Swiss Options and Financial Futures
Exchange) mit Sitz in Detlikon, die ihre
Geschäftstätigkeit im Frühjahr 1988 aufgenommen hat. An der SOFFEX werden
Optionskontrakte auf elf Schweizer Aktien sowie auf Partizipationsscheine
gehandelt.
Spekulation
siehe Trading
Spekulationsfrist
Fondsanteile fallen wie Aktien unter die sogenannte Spekulationsfrist.
Kursgewinne, die ein Anleger bei der Veräußerung der Anteile innerhalb von
zwölf Monaten realisiert, werden mit einer Spekulationssteuer von 25% belegt.
Spekulationsteuer
Die Spekulationsteuer fällt im Rahmen der Einkommenssteuer an, wenn
zwischen Anschaffung und Veräußerung von Wertpapieren (bzw. anderen
Wirtschaftsgütern) nicht mehr als zwölf Monate beträgt (bei Immobilien
beträgt die Spekulationsfrist zwei Jahre).
Spread
Spanne zwischen
dem Geld- und dem Briefkurs. Je enger
die beiden Kurse zusammenliegen, desto günstiger
für den Anleger, da er früher in die Gewinnzone kommt.
Standardwerte
Umsatzstarke Aktien großer Unternehmen (Blue Chips).
Stillhalter
Der
Verkäufer einer Option wird als
Stillhalter bezeichnet. Während der Käufer ein Wahlrecht hat, übernimmt der
Stillhalter die Verpflichtung, auf Anforderung des Käufers die vereinbarte
Leistung zu erbringen.
Strike Price
siehe Ausübungspreis
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T-Bond
US-Dollar-Anleihen
der US-Bundesregierung (Treasury Bonds) mit ursprünglich 30 Jahren Laufzeit
und halbjährlicher Zinszahlung.
Technische Analyse
Anhänger der
technischen Analyse versuchen durch die Beobachtung von vergangenen Einzelkursverläufen
oder Indexverläufen, eventuell in Verbindung mit den Börsenumsätzen,
Trendverläufe, bestimmte wiederkehrende Formationen sowie Umkehrpunkte
frühzeitig zu erkennen und daraus Kursprognosen abzuleiten. Die
Grundhypothese ist, dass bestimmte charakteristische Kursverläufe dazu
neigen, sich zu wiederholen. Wichtigstes Hilfsmittel der technischen Analyse
sind Chart-Diagramme, sie bilden Kurs- und eventuell auch Umsatzverläufe der
betrachteten Wertpapiere ab. Üblich sind Linien-, Balken- oder auch
sogenannte Point-and-figure-Charts. (siehe auch Fundamentalanalyse)
Telefonhandel
Außerbörslicher Handel in
Wertpapieren unter Banken und Maklern.
Termingeschäfte
Termingeschäfte sind allgemein Geschäfte, bei denen der
Vertragsabschluß "heute", die Erfüllung, d.h. Lieferung (bzw.
Abnahme) und Bezahlung des Vertragsgegenstandes, aber erst an einem
vereinbarten späteren Termin erfolgt. Beispiele für Terminmarktinstrumente
sind Futures und Optionen.
Terminkurs
Der Preis auf dem Terminmarkt entspricht dem sogenannten
Terminkurs des Vertragsgegenstandes.
Theta
Misst die Veränderung des Optionsscheinpreises bei
Verringerung der Restlaufzeit. Das Theta hilft
somit, den Zeitwertverfall mathematisch
zu erfassen.
Timing
Unter Timing wird die Wahl des (richtigen) Zeitpunkts für den Kauf bzw.
Verkauf eines ausgewählten Anlageobjektes bzw. Wertpapiers verstanden.
Tracking Error
Der Tracking Error gibt die Abweichung eines
Portfoliowertes vom relevanten Benchmarkportfolio
bzw. -index an.
Trading
Trading bzw. Spekulation bedeutet das
Eingehen einer offenen Position in Erwartung bestimmter Kurs- bzw.
Marktentwicklungen. Dabei strebt der Anleger durch das Ausnutzen der
Kursschwankungen an, schnelles Geld zu verdienen.
Transaktionskosten
Grundsätzlich alle geldwerten und kalkulatorischen Kosten, die aufgrund
einer (Wertpapier-)Transaktion anfallen. Hierzu sind also auch Informations-
und Entscheidungskosten sowie Kosten des sofortigen Abschlusses zu zählen.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Underlying
siehe Basiswert
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Valuta
Termin, zu
dem ein Optionsgeschäft wertstellungsmäßig
abgewickelt wird.
Vega
Maßeinheit
für die Veränderung des Optionsscheinpreises bei einer Verringerung der Volatilität.
Verfall
Datum, an
dem der Optionsschein verfällt. Falls der Optionsschein einen inneren Wert
aufweist, muss das Optionsrecht spätestens bis zu diesem Termin ausgeübt
werden, ansonsten verfällt der Optionsschein wertlos.
Volatilität
In Prozent
ausgedrücktes, auf ein Jahr umgerechnetes statistisches Maß für die
Preisschwankungen des Basiswertes. Je
stärker die Preisausschläge, umso höher die Volatilität. Verringert sich die
Volatilität für einen Basiswert, so verringert sich der Preis des
Optionsscheines selbst dann, wenn sich der Preis des Basiswertes nicht
verändert.
Vorbörse
Wertpapierhandel
vor der offiziellen Börseneröffnung. Die Tendenz der Vorbörse lässt darauf
schließen, wie sich das Hauptgeschäft entwickeln wird.
A b c d e f G h i k l m n o p r S t u V w x z
Wachstumswerte
Aktien von
Unternehmen, die besonders hohe Zukunftsaussichten haben, was das Umsatz- und
Gewinnwachstum angeht. Wachstumswerte werden zum Beispiel im Neuen Markt in
Frankfurt oder an der NASDAQ gehandelt.
Warrant
siehe Optionsschein
Wechselkurs (am Beispiel Dollar/EURO)
Das Austauschverhältnis der US-amerikanischen gegenüber
der europäischen Währung. In Deutschland ist die Preisnotierung der
Wechselkurse üblich, d.h. es wird der EURO-Betrag
angegeben, für den ein Dollar erhältlich ist. Der Dollar ist die bedeutendste
Währung der Welt, da der größte Teil des Welthandels und -kapitalverkehrs in
Dollar abgewickelt wird.
Währungsrisiko
Risiko einer Anlage, das durch mögliche Wechselkursveränderungen verursacht wird.
Wertpapiere
Zu
Wertpapieren (auch Effekten genannt)
gehören in erster Linie Aktien, Renten und Fonds, aber auch Optionsscheine.
Wertpapierpensionsgeschäfte
Bei einem Wertpapierpensionsgeschäft kauft die Deutsche Bundesbank bzw.
die Europäische Zentralbank Wertpapiere, wobei sie sich verpflichtet, diese
später zurückzugeben.
Wertpapierpensionssatz
Zinssatz, den die Deutsche Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank
den Kreditinstituten für die zwischenzeitliche Liquiditätsgewährung im Rahmen
der Wertpapierpensionsgeschäfte in Rechnung stellt. Er gehört zu den
Leitzinssätzen. Gewöhnlich liegt der Wertpapierpensionssatz zwischen dem
Diskont- und Lombardsatz, seit 1985 ist er zum eigentlichen Leitzinssatz
avanciert, an dem sich das Niveau der Geldmarktzinsen vornehmlich ausrichtet.
Xetra
Xetra ("Exchange Electronic Trading") ist das neue
elektronische Handelssystem der Deutsche Börse AG. Am 28. November 1997 wurde
das IBIS-Aktiensystem
durch Xetra abgelöst. Mit der Einführung dieser
neuen Handelsplattform verfolgt die Deutsche Börse drei Ziele:
(1)
Marktqualität entscheidend zu verbessern
(2) ihre
Marktführerschaft im EURO-Geschäft mit
unterschiedlichen Dienstleistungen zu möglichst niedrigen Transaktionskosten
weiter auszubauen
(3) die im
europäischen Wettbewerb führende Handelsplattform zu schaffen
Der
Übergang zum elektronischen Handelssystem Xetra ist
mit der Einführung eines neuen Marktmodells verknüpft, das für Aktien,
Rentenwerte und Optionsscheine ausgelegt ist und die Liquidität in einem
zentralen Markt bündeln soll. Das Xetra-Marktmodell
wurde mit Marktteilnehmern erarbeitet und umfasst im wesentlichen Regeln für
die Preisermittlung, für die Priorisierung von
Orders und für die Bereitstellung von Informationen für die Marktteilnehmer.
Zeitwert
Betrag, um
den der aktuelle Optionsscheinpreis den inneren
Wert des Optionsscheines übersteigt. Je höher die
Volatilität für den Basiswert ist, desto
höher ist bei gleicher Restlaufzeit der Zeitwert für den Optionsschein. Der
Käufer des Optionsscheines ist bereit, mehr als den inneren Wert zu bezahlen,
da er die Wahrscheinlichkeit sieht, dass der Optionsschein bis zum Verfall einen (noch höheren) inneren Wert aufbauen wird.
Zerobonds
Schuldverschreibung, bei der bis zu ihrer Fälligkeit keine Zinszahlung
erfolgt. Die Zinsen werden in den Rückzahlungskurs eingerechnet.
Zins
Der Zins ist der Preis für die Überlassung von Geldmitteln auf eine
bestimmte Zeit. Die Zinsen bilden sich überwiegend aufgrund des Angebots und
der Nachfrage nach dem jeweiligen finanziellen Aktivum
auf freien Märkten, teilweise werden sie aber auch von der Notenbank
administrativ festgelegt (wie zum Beispiel der Diskont- oder Lombardsatz).
Zyklische Aktien
Zyklische Aktien schwanken im Verlauf eines Konjunkturverlaufs
überproportional.
Hinweis:
Das Lexikas wurde nach
bestem Wissen und Gewissen erstellt bzw. zusammengetragen. Eine Haftung wird
hierfür nicht übernommen.
Die in diesen verwendeten Bezeichnungen sind in den
meisten Fällen eingetragene Warenzeichen und unterliegen als solche den
gesetzlichen Bestimmungen.
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